Personalentwicklung bedeutet hohe finanzielle und zeitliche Investitionen. Umso wichtiger ist es, die nachhaltige Wirksamkeit der Maßnahmen sicherzustellen. Idealerweise sollte ein Seminar auf vier Ebenen (nach Kirkpatrick) evaluiert werden:
- unmittelbare Zufriedenheit der Teilnehmer
- Lernerfolg
- resultierende Verhaltensänderungen
- tatsächlicher Nutzen für das Unternehmen
Moderne Konzepte der Unternehmensführung, wie z.B. das Performance Improvement, stellen das kontinuierliche Qualitätsmanagement einschließlich der Evaluation von Entwicklungsmaßnahmen ins Zentrum der Organisationsentwicklung.
Umfrageergebnisse zeigen jedoch, dass es große Unterschiede zwischen empfohlenem und tatsächlichem Bildungscontrolling gibt. Es besteht eine deutliche Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit in der Seminarevaluation und somit in der Transfersicherung.
Kriterien für eine praktikable und effektive Seminarevaluation
Bildungscontrolling ist keine Neuerfindung, sondern ein Thema, das bereits seit Jahren im Gespräch ist. Die Problematik ist sowohl den Seminaranbietern wie auch deren Kunden bewusst. Warum wird dann nicht mehr in die Transfersicherung investiert?
Dies liegt vor allem daran, dass es auf dem Markt nur wenige Instrumente gibt, die für Unternehmen und Seminaranbieter gleichzeitig praktikabel und effektiv sind und somit folgende Kriterien erfüllen:
- Evaluation über das unmittelbare Seminarfeedback hinaus
- Verwendung von "affective reactions" und "utility reactions" bei den Teilnehmerbefragungen
- hohe Qualität durch wissenschaftliche Fundierung der Instrumente
- Ökonomie in der Durchführung und Auswertung
- Differenzierte Auswertung und Rückmeldung
- Unabhängigkeit und Vertraulichkeit, Gewährleistung des Datenschutzes
- Kosteneffizienz
seminarPlus: Ein praxistaugliches Evaluationsinstrument
seminarPlus ergänzt das betriebswirtschaftliche Bildungscontrolling und liefert Aussagen über Ursachen und Wirkungen beim Erfolg von Seminaren. Der Prozess, den ein Seminar in Gang setzt, endet nicht mit der Veranstaltung. seminarPlus begleitet diesen Prozess auch während der Transferphase.
- Nutzen für die Teilnehmer:
Intensivierung des Lern- und Umsetzungsprozesses - Nutzen für Veranstalter und Trainer:
Konkrete Lern- und Umsetzungsergebnisse für ein konsequentes Qualitätsmanagement ihrer Seminare - Nutzen für das Unternehmen:
Klarheit über die Lern- und Umsetzungserfolge der durchgeführten Qualifizierungen; Impulse für die Organisationsentwicklung (z.B. Transfer-Barrieren beseitigen); Hinweise auf den ROI der Qualifizierungsmaßnahmen
seminarPlus besteht aus drei Modulen, die in den unterschiedlichen Transferphasen die zum jeweiligen Zeitpunkt relevanten Daten über die Umsetzung des im Seminar Gelernten in die Praxis erfassen:
- seminarCheck
unmittelbares Seminarfeedback am Ende der Veranstaltung - seminarUpdate
Auffrischen der Inhalte und rückblickende Seminarbewertung nach ca. 2 Wochen (online) - transferCheck
Überprüfen der tatsächlichen Umsetzung in der Praxis nach ca. 2 Monaten (online)
Beispielkonzept für das Bildungscontrolling
Eine ganzheitliche Evaluation und Transfersicherung von Führungskräfteseminaren kann beispielsweise durch die Kombination von Seminarevaluation, Führungsfeedback und Teamanalyse folgendermaßen konzipiert werden:
- leaderCheck und teamCheck vor dem Seminar
- Seminardurchführung
- seminarCheck am Ende des Seminars
- seminarUpdate ca. 2 Wochen nach dem Seminar
- transferCheck ca. 2 Monate nach dem Seminar
- leaderCheck und teamCheck ca. 3 Monate nach dem Seminar
- leaderCheck und teamCheck ca. 6 Monate nach dem Seminar
Die Evaluation von Seminaren ist nicht immer auf allen vier Ebenen notwendig. Aus ökonomischen Gründen (z.B. Zeitaufwand für die Teilnehmer) wird in diesen Konzept auf die Analyse der Lernebene verzichtet. Denn gerade bei der Führung wiegt das tatsächliche Handeln deutlich schwerer als das theoretische Wissen.
Führungsfeedback und Teamanalyse erfolgen durch das jeweilige Team der am Seminar teilnehmenden Führungskräfte. Durch das Einbinden der Mitarbeiter wird mit dem Führungskräfteseminar ein nachhaltiger Teamentwicklungsprozess angestoßen. Denn die Qualität der von den Führungskräften geführten Teams ist schließlich das Ergebnis der Führung und somit als 4. Ebene der Evaluation zu betrachten.
Weiterführende Links
Ergebnisse
Seminarqualität: Systematische Evaluation eines Vertriebsseminars
Trainerqualität: Einfluss der Trainererfahrung auf die Seminarbewertung
Produkte
seminarPlus ist ein standardisiertes Evaluations-Instrument, mit dem verschiedene Seminartypen evaluiert werden können.
teamCheck analysiert die verschiedenen Facetten der Teamqualität (Evaluation von Teamentwicklung).
leaderCheck analysiert die verschiedenen Facetten der Führungsqualität (Evaluation von Führungskräfteentwicklung).
Ausführlicheres Evaluationskonzept
Gastbeitrag über die Evaluation von Seminaren im Know-How-Center von managerSeminare online.
