Ein Fragebogen ist mehr als nur ein Bogen mit Fragen!

Wissenschaftliche Gütekriterien

Zuverlässigkeit und Gültigkeit
Zuverlässigkeit und Gültigkeit

Unsere Befragungen werden in komplexen und sensiblen Situationen eingesetzt, um verlässliche Daten als Grundlage für die richtigen Entscheidungen zu erhalten. Daher müssen unsere Instrumente hohe Anforderungen an die Konstruktion und die Anwendung erfüllen.

Gültigkeit/Treffsicherheit (Validität)

Es wird das gemessen, was gemessen werden soll.

Es soll z.B. die Führungsqualität gemessen werden. Ein ungültiges (nicht treffsicheres) Instrument erfasst aber nur einen Randaspekt, z.B. die Beliebtheit des Vorgesetzten. Der ermittelte Wert repräsentiert nicht - wie angenommen - die Führungsqualität.

Bei der Fragebogenkonstruktion werden drei Hauptarten der Validität unterschieden1:

1 Bortz & Döring (2003): Forschungsmethoden und Evaluation für Human- und Sozialwissenschaftler
 

Messgenauigkeit/Zuverlässigkeit (Reliabiliät)

Das was gemessen wird, wird genau gemessen.

Es ist entscheidend, dass der ermittelte Wert möglichst genau der Realität entspricht. Die Messung mit einem ungenauen Instrument kann z.B. einen überdurchschnittlichen Führungswert ergeben, obwohl die Führung tatsächlich nur durchschnittlich ist.

Die Reliabilität ist ein Gütekriterium für die Zusammenfassung mehrerer Fragen zu einem Themenbereich und wird über die "innere Konsistenz" der Antworten (ermittelt mit der Formel für Cronbach’s Alpha) bestimmt. Dieser Kennwert nimmt Werte zwischen 0 und 1 an. Je höher der Wert ist, desto genauer ist die Messung. Ab einer Konsistenz von 0,7 kann von einer guten Messgenauigkeit ausgegangen werden.

Objektivität

Die Objektivität ist das entscheidende Gütekriterium bei der Anwendung von Diagnoseverfahren. Es werden drei Formen der Objektivität unterschieden:

Anwendung der Kriterien

Unsere psychometrischen Instrumente erfüllen die drei wesentlichen Kriterien der professionellen Fragebogenkonstruktion und Anwendung.

Validität

Nach Bortz und Döring (2003) kommt der Konstruktvalidität eine besondere Bedeutung zu, da die Inhaltsvalidität kein objektivierbarer Kennwert ist und die Kriteriumsvalidierung mangels geeigneter Außenkriterien nur selten durchführbar ist.

Reliabilität
Objektivität