Zahlreiche Daten belegen die zunehmende Beanspruchung von Arbeitstätigen bis hin zum Burnout. Es steigt die Notwendigkeit, Stress zu reduzieren und den Faktor Erholung zu stärken, um
- die Leistungsfähigkeit zu erhalten und
- Folgekosten für Unternehmen (Fehlzeiten, krankheitsbedingte Stellenneubesetzungen) möglichst gering zu halten.
Doch Burnout ist kein Massenphänomen: Weit weniger Menschen haben tatsächlich krankmachenden "Stress" als allgemein angenommen. Wenn jemand sagt, er habe viel Stress, bedeutet dies häufig: Ich hab zwar viel zu tun, bin allerdings damit nicht unbedingt überfordert. Genau genommen besteht hier kein Stress.
Stress entsteht, wenn es zu einem Ungleichgewicht von Beanspruchung und Erholung kommt.
Beanspruchung: Ressourcen-verbrauchende Aspekte des persönlichen Bereichs und der Arbeit.
Erholung: regenerative Aspekte des persönlichen Bereichs und der Arbeit.


Kommt es zu einer dauernden oder wiederholten Überbeanspruchung ohne hinreichende Erholung, steigt das Risiko für Erkrankungen. Es treten emotionale, motivationale und körperliche Veränderungen auf, die im Burnout-Syndrom münden können.


Analyse der Erholungs-Beanspruchungsbilanz
Prof. Dr. Kallus (Universität Graz, Institut für Begleitforschung Würzburg/Graz) hat auf Grundlage des Erholungs-Belastungsfragebogens (EBF; Kallus, 1995) den recoveryCheck entwickelt, ein Screening-Verfahren für die Stress- und Burnoutprävention.
Die Erholungs-Beanspruchungsbilanz wurde in einer Vielzahl wissenschaftlicher Studien untersucht. Exemplarisch haben wir die Ergebnisse einer Studie zur Verteilung der Erholgungs-Beanspruchungszustände zusammengefasst.
