Vorgehensweise bei der Betrieblichen Gesundheitsförderung

Im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements ist die Stressanaylse ein notwendiges und effektives Mittel der Prävention von Stress und Burnout. Die Stressanalyse wird sowohl zur Bedarfsermittlung wie auch zur Erfolgsüberprüfung (Evaluation) von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung eingesetzt.

Ausgangspunkt ist für eine Stressanalyse im Unternehmen ist häufig die Unsicherheit darüber, wie hoch der Anteil Stress- und Burnout-gefährdeter Mitarbeiter ist. Die Analyse von Stress und Burnout in Unternehmen bedarf einer systematischen Vorgehensweise:

  1. Bedarfsermittlung: Status Quo der Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter
    Wie hoch ist das Risikopotenzial bzw. gibt es bestimmte Risikogruppen?
  2. Zielsetzung, Planung und Durchführung geeigneter Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung
  3. Erfolgskontrolle: Überprüfung des Wirksamkeit der Maßnahmen und erneute Standortbestimmung

Ziele der Stressanalyse

Für die Stressanalyse gibt es verschiedenen Einsatzmöglichkeiten, u.a.:

Stressanalyse-Tool

Die Stressanalyse erfolgt mit Hilfe des arbeitsspezifischen Erholungs- und Beanspruchungsfragebogens (EBF-work; Kallus & Jimenez 2008) bzw. dessen Screeningversion recoveryCheck.

Abhängig von der Version des EBF-work können bis zu drei Ebenen ausgewertet werden:

Bei allen Versionen erhalten die Befragungsteilnehmer ein unmittelbares Online-Feedback mit Ampeln für ihre aktuelle Leistungsfähigkeit anhand der Faktoren Beanspruchung und Erholung.

recoveryCheck (28 Fragen)

Für den allgemeinen Überblick zur Stress- und Burnoutsituation: Übersicht über das Gefährdungspotenzial einzelner Unternehmensbereiche und bestimmter Personengruppen (z.B. Führungskräfte vs. Mitarbeiter) anhand der Faktoren Beanspruchung und Erholung.

EBF-work 56

Für eine detaillierte Analyse der Stress- und Burnoutsituation mit Informationen über Schwerpunkte: Differenzierte Übersicht über das Gefährdungspotenzial einzelner Unternehmensbereiche und bestimmter Personengruppen (z.B. Führungskräfte vs. Mitarbeiter) anhand der Dimensionen von Beanspruchung und Erholung, zusätzlich zu den beiden Faktoren.

EBF-work 72

Für eine sehr detaillierte Analyse der Stress- und Burnoutsituation mit Informationen über Schwerpunkte und Ursachen: Sehr differenzierte Übersicht über das Gefährdungspotenzial einzelner Unternehmensbereiche und bestimmter Personengruppen (z.B. Führungskräfte vs. Mitarbeiter) anhand der Facetten der Beanspruchung und Erholung, zusätzlich zu den beiden Faktoren und den Dimensionen.

Zusatzmodule für das Betriebliche Gesundheitsmanagement

Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements bzw. einer systematischen betrieblichen Gesundheitsförderung kann jede Version des Stressanalyse-Fragebogens EBF-work mit spezifischen Zusatzmodulen kombiniert werden.

RISCO - Risikoindex der Stressverarbeitung

Neben der aktuellen Beanspruchung und Erholung spielt auch der generelle Umgang mit Stress eine Rolle bei der Entstehung von Burnout. Mit dem RISCO wird ein Risikoindex der allgemeinen Stressverarbeitung ermittelt.

healthCheck

Für die Analyse der Gesundheit im Unternehmen: Fragebogen zu den verschiedenen Gesundheitsaspekten wie körperliche Fitness, Essverhalten, Risikofaktoren, allgemeine Gesundheit, inkl. ausführlicher Personenangaben (z.B. Arbeit trotz Krankheit).

teamCheck

Stress und Burnout hängen eng mit der Teamqualität zusammen: Positive Teamqualität bieten einen Schutz vor Stress und Burnout, d.h. in einem gut funktionierenden Team entsteht weniger Stress und die Teammitglieder sind seltener von Burnout betroffen.

Daher kann, je nach Zielsetzung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements, die Stressanalyse mit einer Teamanalyse anhand des teamCheck kombiniert werden.

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